So

01

Dez

2013

Kontrolle des Essstimulus

Im Mittelpunkt einer erfolgreichen Gewichtsreduktion steht eine langfristige Änderung des Essverhaltens. Diese kann mit Hilfe verschiedener verhaltenstherapeutischer Maßnahmen durchgeführt werden. Eine dieser Maßnahmen ist die so genannte Stimulus-Kontrolle.

 

Äußere Reize hervorgerufen durch Alltagssituationen, Umgebungen und Personen beeinflussen Tag ein, Tag aus, unser Erleben von Appetit, Hunger und Sättigung. Bei der Stimulus-Kontrolle geht es darum den Situationen, die ein ungezügeltes Essverhalten provozieren, bewusst aus dem Weg zu gehen. Hierzu findet man unzählige Praxisbeispiele und Tipps die unser Essverhalten direkt oder indirekt beeinflussen können.

 

  1. Eine geringere Lebensmittelvielfalt auf dem Teller kann dazu beitragen, dass die Essgeschwindigkeit reduziert wird. Durch langsameres Essen soll sich das Sättigungsgefühl früher einstellen.

     

  2. Auch die Nutzung kleinerer Teller und Löffel soll die Verzehrdauer erhöhen und somit zu einer frühzeitigeren Sättigung beitragen.

     

  3. Hohe, schlanke Gläser können zu einer Reduktion der Trinkmenge (kalorienhaltiger Getränke) führen.

     

  4. Man sollte sich während der Mahlzeiten vor allen Dingen mit dem Essen beschäftigen. Zum Beispiel, dass man nie vor dem Fernseher, sondern nur am Tisch isst; selbst die Snacks.

     

  5. Der Aufwand an verführerische Lebensmittel zu gelangen darf so groß wie nur möglich gehalten werden. Die Schokolade sollte hierbei am besten nicht im Kühlschrank sondern in den Läden und Kiosken gelagert werden.

     

  6. Gemeinsames Essen an einem Tisch mit einem Schnellesser/rin kann „abfärben“.

     

  7. Lebensmitteleinkäufe sollten in einem gesättigten Zustand und mit Hilfe einer Einkaufsliste getätigt werden.

 

Die Techniken der Kontrolle des Essstimulus sind ein Teil des verhaltenstherapeutischen Ansatzes und als alleinige Maßnahme häufig nicht von großem Erfolg gekrönt. Weitere Methoden der Verhaltenstherapie sind die Selbstbeobachtung und Verhaltensprotokollierung (z.B. Führung eines Ernährungstagebuches), die Änderungen des Essverhaltens in Hinblick auf die Reduzierung des Nahrungsfettes, Verstärkung des neuen Verhaltens (z.B. durch Lob und Unterstützung aus dem sozialen Umfeld) und kognitive Umstrukturierung (Änderung der negativen Gedanken in Bezug auf sich selbst und sein Essverhalten).

 

Eine Kombination dieser verhaltenstherapeutischen Methoden mit einer gesteigerten sportlichen Aktivität erhöht die Wahrscheinlichkeit einer langfristigen Gewichtsreduktion.

 

Literatur

 

Pudel, V. & Westenhöfer, J. (1998). Ernährungspsychologie: eine Einführung. Göttingen: Hogrefe.

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Kommentare: 1
  • #1

    ralf steinberg (Dienstag, 07 Januar 2014 21:48)

    "Verführerisch" klingt der Beitrag zwar nicht, jedoch ist der Inhalt seriös. Die Tipps funktionieren wirklich.
    Weniger Essen und/oder mehr Bewegung im Alltag (zb. mit katja und oleg) zur Gewohnheit machen. Eine Alternative dazu gibt es für nachhaltigen Erfolg bei der Gewichtsreduzierung nicht.

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